Trauma

Ein Trauma beginnt mit einer Geschichte. Oft ist es eine tragische Geschichte, voller Schrecken und Gewalt. Sie handelt von einem Unfall, Misshandlung oder Krieg. Und sie bestimmt über das Leben des Betroffenen. Manchmal ist dieser Mensch sich seines Traumas nicht bewusst oder er hat es in der Tiefe seiner Seele weggesperrt. Zu grauenhaft sind die Folgen, wenn er die Erinnerung zulässt. Doch: Das Trauma ist im Körper, die Erinnerung im Gehirn gespeichert.

Es braucht nur einen kleinen Auslöser, eine Bewegung, ein Wort, einen bestimmten Blick des Gegenübers und wumm! Bricht die Erinnerung an das traumatische Erlebnis über diesen Menschen herein. Was folgt, ist ein Gefühl der Ohnmacht und des Gelähmtseins. Der Körper fühlt sich erstarrt an und trotzdem kann die Person nicht weglaufen. So, wie wenn man gleichzeitig auf dem Gas und der Bremse steht.

Vielleicht hat er körperliche oder seelische Beschwerden, die er nicht in Zusammenhang mit diesem Erlebnis bringt. Er ist manchmal verwirrt; kann sich nicht mehr richtig entspannen; schläft schlecht; hat Migräne oder Rückenschmerzen. Oder er hat depressive Verstimmungen; ist erschöpft, weil er überfordert ist, fühlt sich reizbar oder wütend. Ein Trauma zeigt sich auf vielfältige Weise. Und es kommt häufiger vor, als wir meinen.

Sind die Folgen eines Traumas offensichtlich, wird der Betroffene sich in Therapie bei einem Arzt oder Psychiater begeben. Viele Menschen leiden jedoch jahrelang stumm. Sie denken sich: «das ist jetzt so lange her». Oder «Es ist nicht so schlimm, was damals passiert ist». Es ist ihnen nicht bewusst, dass ihre heutigen Symptome etwas mit diesem Ereignis zu tun haben. Oft treten Traumata erst Jahre oder Jahrzehnte später zu Tage.

Entscheidet sich der Mensch, zu handeln, hat er verschiedene Möglichkeiten. Er kann sich in eine klassische Psychotherapie begeben, wo das Ereignis im Gespräch aufgearbeitet wird. Eine andere Möglichkeit stelle ich hier gerne vor: Kinesiologie.

In der Kinesiologie arbeite ich mit dem, was die Klientin mitbringt, ohne konkrete Erinnerung an das Trauma. Dadurch wird eine Retraumatisierung verhindert. Zunächst geht es um die Stärkung des Selbst und der Ressourcen. Dabei geht es um eigene Fähigkeiten wie Stärke, Mut, Zuversicht… oder persönliche Kraftquellen wie die Natur, ein sicherer Ort, ein Haustier oder ein Krafttier. Ressourcen unterstützen uns, damit wir mit Schwierigkeiten und Bedrohungen besser umgehen können.

Dann erforschen wir Körperempfindungen und Gefühle mit Hilfe des Muskeltests. Die bei der Balance auftretenden Reaktionen wie Kribbeln, Hitze- oder Wärmegefühl, Vibrieren oder Gähnen zeigen, dass das Trauma verarbeitet wird. Gefühle von Entspannung, Gelöstheit, Leichtigkeit oder Sicherheit lassen erkennen, dass auch die Emotionen integriert werden.

Das Ziel der kinesiologischen Therapie ist es, das Selbst des Klienten zu stärken und damit die Belastbarkeit zu erhöhen. Sicherheit und eigene Handlungsfähigkeit stellen sich ein, Der Körper kann sich wieder selbst regulieren und die Symptome verschwinden.

Wenn Du Deine Geschichte aufarbeiten möchtest, um wieder mehr Kraft und Lebensfreude im Leben zu verspüren, dann melde ich über das Kontaktformular oder Du buchst hier eine Sitzung.

praxis@kraftblume.ch | +41 78 825 08 73
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© November 2020 Sandra Mettler